Monatsarchiv für Februar, 2010

Ansgars Tränen …

Nicht oft kommt es vor, dass Ansgar von Lahnstein weint. Aber wenn, dann kommt alles hoch, was ihn über Jahre bewegt hat, was ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist. Vor kurzem konnten die Zuschauer einen Ansgar sehen, der vollkommen am Ende war. Einen Ansgar, der die Demütigung ertragen musste, dass seinem Onkel Ludwig die Leitung der Lahnstein-Holding übertragen wurde und der die schreckliche Nachricht erhalten musste, dass seine große Liebe Nathalie ein Kind von Matthias Brandner erwartet.

Und so legte Ansgar für einen Moment seine Fassade ab, und tat etwas, was er über all die Jahre immer wieder vermieden hatte – er zeigte Schwäche und ließ seinen Gefühlen freien Lauf, die sich schließlich vor Lydia in seinen Tränen offenbarten … Und Lydia war nicht die Einzige, die davon berührt war. Für die Zuschauer war es sehr ergreifend, zu sehen, wie alles in Ansgar hochkam, all der Schmerz, die Enttäuschung und die Wut über seinen Vater, der ihn nie geliebt, ihm immer etwas vorgemacht hatte und dessen Ansprüchen er nie gerecht werden konnte, über seine angebliche Mutter Francesca, die eigentlich die einzige Person gewesen war, von der er immer geglaubt hatte, dass ihre Mutterliebe echt war und über das Glück von Nathalie, die einzige Frau in seinem Leben, die er jemals aufrichtig geliebt hatte und der er nie ein eigenes Kind schenken konnte …

Ansgar hat in einem dieser seltenen Momente ein weiteres Mal gezeigt, wie verletzlich er in seinem Innersten ist und wie er sich letztendlich nur nach ein wenig Anerkennung und Liebe sehnt.

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